Eco-Drive
So fährt man sparsam

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Unglaublich, aber wahr: Wer rassig und schnell das Tempolimit erreicht, spart Benzin. Aber auch mit anderen Tricks lässt sich der Treibstoffverbrauch beim Autofahren senken.

Auch ein grundsätzlich sparsames Auto wird ohne entsprechende Fahrweise zum Spritfresser. Die wichtigste Regel: Gelassenes Gleiten fühlt sich oft langsamer an, ist es aber nicht - und spart Sprit. Wer es genau wissen will, sollte sich nicht auf Bordcomputer verlassen, sondern selbst rechnen: Die Werte im Display liegen oft 0,5 bis 1,5 l/100 km unter (nur selten über) dem tatsächlichen Verbrauch, weil Bordcomputer aus Momentanwerten hochrechnen.

Mit wenig Aufwand viel Treibstoff sparen - Fahr-Tipps zum economischen fahren

Luftwiderstand verkleinern: Dachträger abnehmen spart sieben Prozent. Auch offene Fenster kosten 0,2 l/100 km.

Rollwiderstand reduzieren: 0,3 bar mehr Reifendruck schaden nicht, verringern aber den Durst.

Gewicht reduzieren: Mehrgewicht ist Mehrverbrauch. Entrümpeln Sie regelmässig das Auto.

Klimaanlage ausschalten: Wer bei angenehmen Temperaturen den Klimakompressor ausschaltet, spart 0,3 bis 1,5 l/100 km.

Strom sparen: Sitz- und Heckscheibenheizung sind Spritfresser.

Tagfahrlicht statt Abblendlicht senkt den Mehrverbrauch von 0,3 l/100 km auf 0,03 l/100 km.

Richtig starten: Beim Starten Kupplung und Bremse treten. Motor starten, ohne Gas zu geben. Das Gaspedal nicht durchtreten.

Richtig anfahren: Im 1. Gang benötigt man locker 70 bis 100 l/100 km. Daher den 1. Gang nur zum Anrollen brauchen, maximal eine Wagenlänge beschleunigen, dann sofort in den 2. Gang schalten.

Viel Gas geben: Im 2. Gang beschleunigen, und zwar kräftig. Klingt widersinnig, ist aber wahr. Wer kurz und kräftig auf Tempo kommt, spart gegenüber langsamem Beschleunigen. Das Gaspedal sollte fast ganz (¾), aber nicht bis zum Anschlag durchgetreten werden, spätestens bei 2500 U/min hochschalten und möglichst spät herunter. Bei einem Dieselmotor schon bei rund 1500 U/min hochschalten. Moderne Motoren sind dafür gebaut.
Beim Automaten ist es am Fahrer, die ideale Pedalstellung zu finden, Kickdown vermeiden, damit dieser früh hoch schaltet. Beim Anfahren gleichmässig progressiv Gas geben. Das Gaspedal so drücken, dass der Automat früh hinauf- beziehungsweise spät hinunterschaltet.

Viel Rollen: Schwimmen Sie mit dem Verkehr. Gleiten Sie so oft wie möglich mit eingelegtem Gang ohne Gas; lassen Sie das Auto vor absehbaren Stopps ausrollen.

Hoher Gang, tiefe Touren: Bei knapp 30 km/h bereits in den 3. Gang schalten und wieder kräftig beschleunigen. Bei knapp 40 km/h (spätestens bei 2500/Min.) geht es in den 4. Gang, und sobald das Auto mehr als 40 km/h fährt, wird in den 5. Gang geschaltet. Innerorts im höchsten Gang fahren spart gegenüber dem 3. Gang 30 Prozent. Am Ortsausgang lieber im 5. Vollgas geben als zum Beschleunigen runterzuschalten.
Das Prinzip: Schon bei sehr niedrigen Touren schalten. In 5. Gang bleiben bis zur nächsten Abbiegung. Tempo 50 innerorts kann praktisch jedes Auto im höchsten Gang bewältigen. Dafür brauche es ungefähr 8 PS, so viel hat fast jedes Auto im höchsten Gang.

Vorausschauend fahren. Zum Beispiel bei der Kreiseleinfahrt wenn möglich so abstimmen, dass man ohne anzuhalten einfahren kann. Das Tempo frühzeitig auf 40 km/h sinken lassen, sodass man geradewegs in eine Lücke fahren kann. Nach der Dorfausfahrt beschleunige im 5. Gang von 50 bis auf 80 km/h. Das Geräusch aus dem Motor klingt nach Schwerstarbeit, aber das schadet modernen Motoren nicht. Sie sind für solche Belastungen gebaut. Immer im höchstmöglichen Gang fahren.

Leerlauf vermeiden: Motoren brauchen keinen Sprit, wenn man ohne Gas mit Gang dahin rollt - wohl aber, wenn man im Leerlauf rollt. Frühzeitig vom Gas gehen. Weder hinunterschalten noch auskuppeln, nur rollen lassen. Kupplung und Bremse erst kurz vor dem Stillstand betätigen. Vorausschauend fahren und dadurch unnötiges Bremsen vermeiden. Fahrzeug möglichst ausgeglichen in Bewegung halten, nicht nervös fahren. Motor nie unnötig laufen lassen, auch bei kurzen Wartezeiten den Motor immer abstellen.

Bei Bergfahrten in möglichst hohem Gang mit zirka ¾ Gas fahren. Der Benzinverbrauch ist nicht vom Gaspedal, sondern von der Drehzahl des Motors abhängig. Je höher der Gang, desto kleiner die Drehzahl. Bei der Bergabfahrt, wählt man den Gang so, dass das Auto leicht schneller wird und man von Zeit zu Zeit mit der Fussbremse korrigieren muss.

Bei Rot Motor aus: Bei Rotlicht sollte man das Auto bis zur stehenden Kolonne ausrollen lassen. Selbst wenn man nicht weiss, wie lange die Rotphase dauert - unter dem Strich rentiert das Abschalten des Motors.

Bei Staus den Motor, die Klima- und die Musikanlage abstellen.

Moderne Autos verfügen über eine Schubabschaltung. Sobald der Fuss vom Gaspedal geht, wird bei einer Drehzahl von über 1500 U/Min. die Einspritzung unterbrochen. Der Verbrauch sinkt auf Null. Bei Stau, Rotlicht etc. sollte man das Auto bis zur stehenden Kolonne ausrollen lassen.

Der Erfolg des angepassten Fahrverhaltens lässt aufhorchen: Im Vergleich sinkt der Benzinverbrauch um 5 bis 15 Prozent. In einem Jahr kann man ca. ein Gewinn von 100 bis über 150 Liter Treibstoff heraus holen. Das ist Geld, bar auf die Hand.



Reifendruck - So kontrolliert man richtig

Den von den Herstellern empfohlenen Reifendruck findet man in der Gebrauchsanweisung des Fahrzeugs. Viele Fahrzeuge haben zusätzlich einen Kleber mit den Angaben auf der Innenseite der Fahrertür, des Tankdeckels, im Handschuhfach oder auf der Sonnenblende.

  • Monatlich, mindestens aber alle 2 Monate den Reifendruck überprüfen.
  • Reifendruck am kalten Reifen messen (bei warmen Reifen Druck um 0,1 bis 0,2 bar erhöhen).
  • Reifendruck 0,5 bar höher als vom Fahrzeughersteller empfohlen. Die Sicherheit steigt, der Verbrauch sinkt. Der Fahrkomfort reduziert sich nur geringfügig.
  • Bei grösserer Zuladung Druck entsprechend den Werksangaben zusätzlich erhöhen.
  • Druckkontrolle am Reservereifen nicht vergessen.

Link
www.eco-drive.ch

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