Zeitzonen
Erklärung

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Die Erklärungen zu den Zeitzonen.

Ehe die Zeitzonen festgelegt wurden, hatte man überall seine eigene Lokalzeit, die auf dem Lauf der Sonne basierte. Es gab keinerlei Koordination, was heissen konnte und es auch tat, dass die Zeit sich von Stadt zu Stadt unterschied. Zwölf Uhr mittags war in New York zu einem anderen Zeitpunkt als in Boston. Die Londoner Zeit war anders als die von Birmingham. Doch mit dem Aufkommen der Eisenbahn wurde es unabdingbar, dass sich die verschiedenen Stationen entlang einer Strecke über die Zeit einigten. Ein Fahrplan wäre kaum zu erstellen gewesen, wenn jede Ankunft und Abfahrt von der individuellen Vorstellung jeder Stadt, wann zwölf Uhr mittags sei, bestimmt worden wäre. Die Zeitzonen, die wir kennen, wurden im Wesentlichen Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt. Die gegenwärtigen US-amerikanischen Zonen etwa wurden 1883 standardisiert.

Die Hauptzeitzonen teilen die Welt in Segmente, die jeweils die gleiche Uhrzeit haben. Die USA haben vier Zonen für das Kontinentalgebiet (ohne Alaska), die von der Eastern Standard Time (sechs Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeit [MEZ] und fünf Stunden hinter der koordinierten Weltzeit UTC, die Greenwich Mean Time entspricht) bis zur Pacific Standard Time (neun Stunden hinter MEZ beziehungsweise acht Stunden hinter UTC) reichen. Ein paar Länder bringen allerdings Verwirrung in die Sache, indem sie mit ihren Zonen nur um eine halbe Stunde beziehungsweise um 45 Minuten abweichen. Venezuela beispielsweise liegt 4 Stunden hinter UTC, während Nepal 5 Stunden voraus ist. Wenn die Zeitzonen als gleichmässige Segmente wie die Spalten einer Orange aufgeteilt wären, würde nach jeweils 15 Längengraden eine neue Zeitzone beginnen. Doch in Wirklichkeit verlaufen die Grenzen in Schlangenlinien mit vielen Windungen von Pol zu Pol.

Manche Grenzen zwischen Zeitzonen befinden sich auf hoher See - eine Linie, nämlich die Datumsgrenze, die einen Tag vom anderen trennt, ist mit besonderem Bedacht so im Zickzack aufs Wasser gelegt worden, dass sie jedwede Landmassen meidet. Doch angesichts von vier Zeitzonen in den USA ist es unvermeidlich, dass es Orte gibt, wo man sich mit einem Schritt um eine Stunde in die Zukunft oder aber um eine Stunde in die Vergangenheit bewegt. Steht man zum Beispiel an der Grenze zwischen Georgia und Alabama, reicht ein Hopser, um zwischen Eastern Standard Time und Central Standard Time hin und her zu wechseln. In China ist dieses Spiel nicht möglich, denn obwohl das Land so gross ist, dass es sich sogar über fünf Zeitzonen erstreckt, gibt es nur eine Universalzeit für das gesamte Gebiet.

Mit Hilfe der Zeitzonen lässt sich auch die Zeit einfrieren. Wenn Sie mit der richtigen Geschwindigkeit fliegen, können Sie 24 Stunden lang immer zwischen Silvester und Neujahr wechseln. Diese Geschwindigkeit hängt davon ab, wo Sie fliegen. Am Äquator müssen Sie am schnellsten sein, denn dort haben Sie 40'000 Kilometer in den 24 Stunden zurückzulegen. Das bedeutet eine Geschwindigkeit von 1666 Kilometern pro Stunde. Für heutige Linienmaschinen ist das zu schnell, aber mit der Concorde wäre es gut möglich gewesen. Umrunden Sie den Globus in der Nähe von einem der Pole, ist es kein Problem Schritt zu halten, denn die Strecke wird immer kürzer, je dichter Sie zum Pol kommen. Am Pol selbst können Sie alle 24 Stunden durchmessen, indem Sie sich einfach im Kreis drehen. Das ist in der Praxis natürlich unsinnig, weshalb an beiden Polen UTC als offizielle Zeit gilt.

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