Flugsitze

Bequem über
den Wolken

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Reisen ist schön, wenn nur der lange Flug nicht wäre. Doch wenn man sich bereits vorher Gedanken zum Flug macht, erreicht man sein Ziel bequemer.

Wer den Grossteil seines Gepäcks aufgibt, sitzt im Flugzeug komfortabler. Ist der Freiraum unter dem Vordersitz nicht mit Handgepäck verstellt, können die meisten Menschen auch in der Economy-Class ihre Beine bequem ausstrecken.
Auf diese Weise kann dem Touristenklasse-Syndrom vorgebeugt werden. Darunter versteht man Probleme, die bei Menschen mit Venenerkrankungen bei langem regungslosem Sitzen in enger, gebeugter Stellung auftreten können. Die Blutgefässe werden abgewinkelt, das Blut fliesst in die Beine und kann so das Thromboserisiko erhöhen. Um dem vorzubeugen gibt es folgende Ratschläge.

Tipps fürs lange fliegen:

  • Hier sitzt man richtig (bei Buchung reservieren, wenn möglich!): Am Ausgang (über 1m zusätzliche Beinfreiheit), am Notausgang (bis zu 20cm mehr Platz). Nicht zu empfehlen: Stuhlreihen neben der Toilette, beim Übergang zwischen Raucher und Nichtraucher sowie ganz hinten (Turbulenzen heftiger zu spüren).
  • Lockere Kleider bevorzugen. Schuhe ausziehen und ein Paar Socken anziehen: So lassen sich die Füsse noch besser bewegen.
  • Stützstrümpfe tragen.
  • Öfter mal aufstehen (mindestens einmal pro Stunde) und in den Gängen umher gehen. Am besten einen Gangsitz verlangen.
  • Einfache Gymnastikübungen machen. Füsse flach auf den Flugzeugboden stellen, dann abwechselnd Ferse und Zehen heben und wieder auf den Boden drücken. Mit den Füssen wippen oder kreisen. Beine so weit wie möglich strecken und abwechselnd das linke und das rechte Knie in Richtung Nase heben. Zwischendurch die Waden massieren. Die Beine immer wieder bewegen, damit das Blut durch die Muskelarbeit besser zirkuliert.
  • Beim Sitzen nicht die Beine übereinanderschlagen.
  • Viel Trinken - ein Glas pro halbe Stunde! Mineralwasser, Früchtetees, Obst- und Gemüsesäfte gleichen den Flüssigkeitsverlust aus und geben dem Körper wertvolle Mineralien und Salze. Alkohol, Tee oder Kaffee sollten möglichst vermieden werden, da sie zu einer Entwässerung über die Nieren führen.
  • Haut eincremen, da sehr trockene Luft im Flugzeug herrscht, Hände häufig warm waschen wegen den vielen Bakterien.
  • Das Rauchen einstellen, da es eine gefässverengende Wirkung hat.
  • Was man griffbereit haben sollte ist das Nackenkissen zum Schlafen und Kaugummi für Druckausgleich bei Start und Landung. Für Kinder neues Spielzeug, verkürzt Flugzeit.
  • Wer kürzlich eine Thrombose erlitten hat oder schon einmal während des Fliegens Probleme hatte, kann sich vom Hausarzt ein Medikament zur Blutverdünnung verschreiben lassen.
Nicht vergessen! Das Risiko einer Thrombose-Erkrankung gilt ebenso bei langen Fahrten in der Bahn, im Auto oder im Bus!
Grundsätzlich darf aus gesundheitlichen Gründen jedermann fliegen, wer sich auf der Höhe eines schweizerischen Alpenübergangs wohl fühlt.


Was im Flugzeug nervt

Fliegen wäre ja so schön, wären da nicht all diese Dinge, die einem in der Luft die gute Laune vermiesen. Eine Studie in Deutschland wollte von 1100 Flugreisenden wissen, was an Bord sie am meisten stört. Das Resultat: 72 Prozent ärgern sich besonders über betrunkene Flugpassagiere. Fast genauso schlimm finden 70 Prozent jene Sitznachbarn, die sich so richtig breitmachen. Und alles, was laut ist, geht gar nicht: Lautes Schnarchen regt 39 Prozent der Befragten auf, zu lautes Reden 38 Prozent und zu laute Musik 27. Erstaunlich: Auch heute noch klatschen 26 Prozent der Flugpassagiere nach einer gelungenen Landung - das wiederum geht 24 Prozent der Befragten gehörig auf den Wecker.


Reisen mit Kindern

Flugreisen mit Kindern sind in der Regel unproblematisch. Doch sollte man trotzdem ein paar Vorsichtsmassnahmen treffen. Man sollte die Kinder am Fenster sitzen lassen, das ist für Sie viel spannender, dort können Sie sich auch nicht am Küchenwagen verletzen oder ohne die Erlaubnis zu einem kleinen Spaziergang aufbrechen. Besonders empfindlich reagieren Kleinkinder auf Druckveränderungen, da diese noch enge Gehörgänge besitzen und daher sollte man den Kleinen vor Start und Landung von der Flasche trinken oder etwas kauen lassen z.B. Schnuller (Nuggi). Der Druckausgleich gelingt dann besser. Kinder mit akuten Erkältungskrankheiten (Hals-Nasen-Ohren-Infektionen oder Erkältung) sollten möglichst nicht fliegen. Ausserdem sollten man grundsätzlich die Kleinen wegen der trockenen Luft viel trinken lassen.


Reisen in der Schwangerschaft:

Reisen sind während einer Schwangerschaft generell möglich. Der günstigste Zeitpunkt ist der 4. bis 6. Monat. Von einer Flugreise im letzten Schwangerschaftsmonat und bis 7 Tage nach der Entbindung wird dringend abgeraten. Man sollte aber die Situation vor Reiseantritt unbedingt ausführlich mit dem Arzt besprechen.
Die meisten Fluggesellschaften erlauben bis acht Wochen vor dem Geburtstermin Schwangere Passagiere mitzufliegen vorausgesetzt die Schwangerschaft verläuft bis dahin unkompliziert. Danach wird in der Regel ein ärztliches Attest verlangt, aus dem hervorgeht, das nichts auf eine beginnende Geburt hinweist und das Fliegen die Schwangerschaft gefährdet.
Trotzdem sollten man einige wichtige Punkte für die Reise berücksichtigen: Reisen in (sub-)tropische Länder stellen auf Grund der Infektionsgefahr sowie Klimaumstellungen und extremen Umweltbedingungen ein hohes Risiko für Mutter und Kind dar (besonders Reisen in Malariagebiete). Wenn eine Reise in die (Sub-) Tropen nicht unbedingt erforderlich ist, sollten man daher besser darauf verzichten. Allgemeine Vorsichtsmassnahmen wie Mücken- und Impfschutz, z.B. gegen Gelbfieber sind ratsam, wobei eine Gelbfieberimpfung erst nach der 12. Schwangerschaftswoche möglich ist. Auf jeden Fall sollten man das Risiko einer Impfung während der Schwangerschaft stets abwägen. Unbedenklich sind z.B. Impfungen gegen Tetanus, Diphterie und Kinderlähmung. Dagegen sind Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln grundsätzlich verboten.


Sitzplatz Beinfreiheit

Alle, die schon einmal weit gereist sind, mindestens 180 Zentimeter Körpergrösse aufweisen und nicht in Geld schwimmen, wissen um die Strapazen eines Langstreckenflugs in der Economy-Klasse. Lange Stunden eingepfercht auf engstem Raum setzen vor allem dem Unterkörper zu, hinterlassen lästige Druckstellen auf dem Knie und verkaterte Gelenke. Nach der Landung vorbei an den opulenten Business- und First-Class-Sitzen auszusteigen, rundet die Tortur ab: So entspannt fliegen die Privilegierteren.

Viele dieser Unannehmlichkeiten lassen sich vermeiden, ohne ein teures Upgrade in eine höhere Klasse zu lösen. Wer bereit ist, vor Antritt seiner Flugreise etwas Zeit zu investieren, kann auch in der Holzklasse durchaus komfortabel fliegen. Auf der Website SeatGuru sind die Sitzpläne aller Flugzeuge der wichtigsten Airlines aufgelistet - einschliesslich Sitzbreite und Sitzabstand, die beiden Problemzonen in der Economy-Klasse.

Sowohl für Sitzbreite als auch Beinfreiheit gilt: Je mehr desto bequemer. Die Sitzfläche eines Standardsitzes, gemessen zwischen den beiden Armlehnen, ist rund 44 Zentimeter breit. Der Abstand zwischen zwei Sitzen beträgt standardmässig rund 80 Zentimeter. Das entspricht nicht der Beinfreiheit sondern dem Abstand zwischen zwei identischen Punkten auf zwei hintereinander liegenden Sitzen.
Zehn Stunden auf so einem Standardsitz sind für eine mittel- bis grossgewachsene Person kein Vergnügen. Gesucht sind also Sitze, die die Durchschnittswerte überschreiten. Beispiele dafür gibt es im internationalen Flugverkehr genügend - allerdings auch für unterdurchschnittliche Werte.



Bequem fliegen




Sitzplatz Reservation

Nach internationalen Vereinbarungen sind Sitzplatz Reservationen auf Linienflügen in der Touristen-Klasse (Economy Class) im voraus nicht möglich. Bei Flügen mit Abgabe von Sitzplatznummern beim Check-In, erfolgt die Zuteilung ausschliesslich durch die Fluggesellschaft.

Ausnahme: Auf Charterflügen ist die Reservation von Sitzplätzen gegen Aufpreis teilweise möglich. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass die Fluggesellschaft gezwungen ist, kurzfristig den Flugzeugtyp zu ändern, demzufolge könnte die gebuchte Sitzplatznummer nicht mehr verfügbar sein.

Personen, die aufgrund eines Arztzeugnisses einen speziellen Sitzplatz beantragen, wird dieser nach Möglichkeit von der Fluggesellschaft zugeteilt. Ein entsprechender schriftlicher Antrag muss zusammen mit dem Arztzeugnis mindestens 3 Wochen vor der Abreise bei dem Reisebüro oder Fluggesellschaft eintreffen. Es besteht jedoch keine Garantie, dass der gewünschte Sitzplatz zugeteilt werden kann.



Links zu:

Flugzeugsitz-Informationen

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FlatSeats    (Sprache: English)

MySeatFinder    (Sprache: English)

Routhappy    (Sprache: English)

Seat-Pitch    (Sprache: English)

SeatExpert    (Sprache: English)

SeatGuru    (Sprache: English)


Flugzeugsitz-Hersteller

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Zodiac Aerospace    (Sprache: English)


Fliegen ohne Ohrenschmerzen    (Sprache: Deutsch)


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