Trinkgeld
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Guter Service darf belohnt werden. Auf vielen Schiffen ist diese Belohnung aber nicht ganz freiwillig. Denn Tips stellen oft einen nicht unwesentlichen Teil des Verdienstes dar.


Kunstvoll drapiert der Cabin Steward die Kissen auf dem Bett. Kein Stäubchen ist auf dem Teppichboden der Kabine auszumachen, und die Nasszelle ist blitzblank. Im Speisesaal ist der Service professionell, zügig und freundlich, bereits am zweiten Tag begrüssen die Kellner ihre Gäste namentlich. Und der Barman kennt spätestens einen Tag darauf den Lieblingscocktail seiner Stammgäste. Ein Service, den man in jedem guten Hotel erwarten darf - ob es nun schwimmt oder nicht.

Ebenso selbstverständlich ist es in der Hotellerie und im Gastgewerbe, einen hervorragenden Service mit einem Trinkgeld zu honorieren. Gerade auf Kreuzfahrtschiffen hat diese Usanz eine lange Tradition, trotzdem stösst sie stets wieder auf Kritik: Ist nicht ein Top-Service selbstverständlich und im All-Inclusive-Preis einer Cruise abgegolten?

Tatsächlich ist die Sache mit dem Trinkgeld in der Cruise-Szene nicht immer sehr transparent. Da und dort, vor allem bei den kleinen, ganz feinen Schiffen, ist der Tip heute im Reisepreis inbegriffen. Bei anderen Reedereien haben sogenannte Servicepauschalen das klassische Trinkgeld ersetzt, die automatisch auf die Schlussrechnung gesetzt und an die Service-Crew weiter gereicht werden. Meist geben aber die Reedereien Empfehlungen über die erwartete Höhe der Trinkgelder ab.

In den Genuss eines Trinkgelds kommen auf einem Schiff in der Regel der Speisesaal-Kellner und sein Assistent sowie der Kabinen-Steward. Falls die Reederei die Tips nicht automatisch als Gesamtbetrag mit der Schlussrechnung verrechnet, werden diese persönlich am letzten Abend den "guten Geistern" übergeben oder der Gesamtbetrag in einem Couvert in eine Box gesteckt.

Auch wenn die Trinkgeld-Frage da und dort für eine gewisse Verunsicherung und gar Unmut sorgt, darf man eins nicht vergessen: Die Trinkgelder stellen für die Service-Crew oft einen nicht unwichtigen Teil des Verdienstes dar. Dass noch nicht alle Reedereien diesen effektiven Lohnbestandteil längst in den Reisepreis inkludiert haben, mag zwar ärgerlich sein, hat aber mit dem Markt und dem Wettbewerb zu tun: Sind es nicht gerade wir Kunden, die sich noch so gerne von einem "Schnäppchen" verführen lassen und lieber die auf den ersten Blick (vermeintlich) um einige Euro günstigere Cruise buchen als diejenige, wo die Tips bereits inkludiert sind?


In der Regel gelten auf Kreuzfahrtschiffen folgende Ansätze:
  • Speisesaal-Kellner (dining room waiter): 3 bis 4 US-Dollar pro Person/Tag
  • Assistent des Speisesaal-Kellners (busboy): 1.50 bis 2 US-Dollar pro Person/Tag
  • Kabinen-Steward: 3 bis 3.50 US-Dollar pro Person/Tag
  • Butler (falls dieser Service angeboten wird): 5 bis 6 US-Dollar pro Person/Tag
  • Bar: Fast durchwegs wird heute ein Service-Zuschlag von 10 bis 15 Prozent automatisch auf die Rechnung gesetzt



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